Queller – das Gemüse, das eigentlich Meer ist
- Dirk Herrmann
- vor 57 Minuten
- 1 Min. Lesezeit
Queller ist so ein Gemüse, das eigentlich gar nicht wie Gemüse wirkt. Eher wie ein kleiner salziger Gruß vom Meer, der zufällig auf deinem Teller gelandet ist.
Und genau deshalb braucht er gar nicht viel. Ein bisschen Hitze, etwas Fett, etwas Säure – und er macht den Rest allein.

Zutaten (für 2 Personen als Beilage)
150–200 g frischer Queller
1 kleine Schalotte oder 1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe
1–2 EL Sesampaste (Tahini)
2–3 EL Weißwein (trocken)
1 TL Sesamöl
1–2 EL gerösteter Sesam
etwas Zitronensaft (optional)
schwarzer Pfeffer
👉 Kein Salz nötig. Wirklich nicht.

Zubereitung
Queller gründlich in kaltem Wasser waschen – der bringt gern Sand mit.
Große Stücke ggf. etwas kürzen, aber nicht klein hacken.
Sesampaste direkt mit dem Weißwein in der Pfanne verrühren, bis eine glatte, leicht cremige Sauce entsteht. 👉 Falls nötig, einen kleinen Schluck Wasser dazu – Ziel ist eine gut fließende Konsistenz.
Schalotte und Knoblauch fein schneiden und in etwas Öl sanft anschwitzen.
Queller in die Pfanne geben und 2–3 Minuten schwenken. Früher habe ich ihn kurz vorgekocht und blanchiert. Direkt in die Pfanne geht aber noch besser. Der Queller soll im Grunde ja nur warm werden und noch Biss haben.

Alles kurz erhitzen und gut vermengen. Nicht totkochen. Sesamöl dazu, Pfeffer drüber, optional ein Spritzer Zitrone. Mit geröstetem Sesam toppen, der ist meist vom Marinieren des Tuna Tataki eh noch übrig.
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Ergebnis
Queller ist kein Beilagen-Gemüse. Er ist eher ein kleines Erlebnis. Mit Sesam und Weißwein wird daraus etwas, das sich gleichzeitig nach Nordsee und Fernost anfühlt.
Passt perfekt zu
Tuna Tataki (no surprise 😄)
gegrilltem Fisch
oder einfach so, direkt aus der Pfanne mit einem Glas Wein




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