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Hass-Essen meiner Kindheit: Rosenkohl

Rosenkohl war früher kein Gemüse. Rosenkohl war eine Drohung.

Graugrün, weichgekocht, leicht muffig – und dann noch ertränkt in dieser ominösen hellen Soße, die irgendwie nach nichts geschmeckt hat und trotzdem alles ruiniert hat.

Man musste das essen.

„Ist gesund.“

Ja, danke.


Fast forward ein paar Jahre: Gleicher Rosenkohl. Andere Behandlung. Plötzlich angebraten, leicht karamellisiert, mit Speck. Knusprig statt matschig. Und auf einmal denkst du dir: Moment… das ist ja richtig gut?


Spoiler: Rosenkohl war nie das Problem. Die Zubereitung war’s.



Zutaten (für ca. 2–3 Portionen)

  • 500 g Rosenkohl

  • 100–150 g Speck (gewürfelt oder in Streifen)

  • 2 EL Öl oder etwas Butter

  • Salz & Pfeffer


Optional, aber stark:

  • angebratene Zwiebeln gehen ja immer

  • ein Spritzer Zitronensaft

  • etwas Honig oder Ahornsirup

  • frisch geriebener Parmesan


Zubereitung

1. Vorbereitung (diesmal ohne Leid)

Rosenkohl putzen, äußere Blätter entfernen und die Röschen halbieren.

Wichtig: Die Schnittseite ist dein bester Freund. Da passiert gleich die Magie.


2. Kurz vorkochen (optional, aber sinnvoll)

Die halbierten Röschen 3–4 Minuten in Salzwasser blanchieren, dann abgießen. Das sorgt dafür, dass sie innen gar werden – ohne später außen zu verbrennen. Geht auch mit etwas Wasser direkt in der Pfanne.


3. Speck anbraten

Speck in einer großen Pfanne auslassen, bis er schön knusprig ist. Kurz rausnehmen oder einfach am Rand sammeln.



4. Jetzt wird’s gut

Rosenkohl mit der Schnittseite nach unten in die heiße Pfanne legen. Und jetzt: nicht bewegen.

Ein paar Minuten braten lassen, bis die Schnittflächen richtig schön gebräunt sind. Das ist der Moment, wo aus „Kindheitstrauma“ plötzlich „noch ein Löffel“ wird.



5. Alles zusammenführen

Speck wieder dazugeben, alles kurz durchschwenken. Mit Salz, Pfeffer und optional einem Hauch Zitrone oder etwas Süße abschmecken.


Tipps

  • Nicht zu lange kochen → sonst bist du wieder in der Vergangenheit

  • Röstaromen sind hier alles

  • Lieber etwas zu bissfest als zu weich


 
 
 

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