Kartoffelsuppe, Malte und ich
- Dirk Herrmann
- 16. Apr.
- 1 Min. Lesezeit

Wer ist eigentlich Malte? Keine Ahnung, aber er weiß offensichtlich, wie man Kartoffelsuppe kocht. Ich bin über sein Rezept gestolpert – klassisch, bodenständig, bis ich die Sahne gesehen habe.
Und da muss ich sagen: Danke, Maltes Oma.
Denn genau die macht den Unterschied.
Ich hab das Ganze natürlich ein bisschen verbogen:
Speck und Mettwürste erst ordentlich ausgelassen
dann erst das Gemüse rein → alles im Fett anrösten
am Ende: ein guter Löffel Senf
und: Liebstöckel (aka Maggi-Kraut)
Das Ergebnis? Nicht nur Suppe. Das ist ein Teller Heimat mit Ansage und bei uns ein neuer Küchenklassiker.

Zutaten (für 3–4 Personen)
1 kg Kartoffeln
2 Möhren
1 Stange Lauch
1 Stück Sellerie
1 Zwiebel
100–150 g Speck
2–3 Mettwürste
2-3 Wiener Würstchen
1 l Gemüsebrühe
100–200 ml Sahne
1 TL Senf
Liebstöckel (frisch oder getrocknet)
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung
Speck und Mettwürste in einem großen Topf auslassen, bis alles schön brutzelt und Fett gezogen hat. Nicht rausnehmen. Das ist kein Diätgericht.
Zwiebel, Möhren, Lauch, Sellerie würfeln und direkt ins Fett geben. Anrösten. Nicht weichkochen – wirklich Röstaromen holen.

Kartoffeln dazu, kurz mitrösten, dann mit Brühe aufgießen. 20–25 Minuten köcheln lassen. Wer's mag: Teilweise pürieren – nicht komplett, bisschen Struktur muss bleiben.
Dann die Sahne rein.
Und plötzlich: rund, weich, tief.
Jetzt das Finish:
1 Löffel Senf
Liebstöckel
Abschmecken mit Salz, Pfeffer, Muskat
Wiener Würstchen in Scheiben rein

Fazit
Ich wollte einfach nur eine Kartoffelsuppe machen. Bekommen habe ich eine dieser Suppen, bei denen man nach dem ersten Löffel kurz innehält. Und irgendwo im Hintergrund steht Maltes Oma und sagt zufrieden: Hab ich dir doch gesagt.




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